Donnerstag, 10. Januar 2008

Schüler und der Notenfetischismus

Ja man! Heute Englischklausur wiedergekriegt! Ich bin der Gott der englischen Sprachen, denn ich hab ne "1-". So kanns gehen. Allgemein schaut mein Zeugnis dieses Halbjahr sehr sehr rosig aus. Einser und Zweier soweit das Auge reicht und ein zufriedenes Gesicht meiner Seits.Einfach super!
Aber wenn mans mal Recht bedenkt. Was sagen diese Zahlen schon über einen aus? Toll ich weiss, was wir im Unterricht dieses Jahr gemacht haben. Aber mehr auch nicht. Die Kopfnoten zeigen schon mehr was man für Qualitäten hat. Es scheint, dass diese Nummerierung der Leistungen von 1-6 das wichtigste für jeden Schüler, Lehrer und spätere Arbeitgeber ist. Schon komisch. Immerhin sind wir doch alle Individuen oder wie war das? Warum wird man dann trotzdem in ein Raster gepackt und auf ein paar Nummern reduziert. Die Antwort ist in meinen Augen denkbar simpel. Es ist einfacher. Die Lehrer müssen sich keine individuelle Bewertung für jeden Schüler überlegen, denn sie haben ihr Vorgaben. Der Manager im Vorstellungsgespräch kann an ein paar Nummer ablesen ob der Bewerber denn für den Job geeignet ist. Und wir Schüler führen den Schwanzvergleich der Noten um zu sehen wer der Beste ist. Ich müsste lügen, wenn ich behaupte, dass es mir nicht gefällt besser zu sein als andere. Trotzdem ist es unfair. Manche Menschen haben halt kein Talent für eine Gedichtinterpretationen. Deren Talente liegen ganz woanders und werden nicht bemerkt. Traurig aber wahr.
Leider scheint eine individuelle Bewertung jedoch viel zu utopisch zu sein. Wenn man bedenkt wie wenig unsere Lehrer von uns wissen bleibt ihnen eigentlich nur die Möglichkeit uns nach unserem Verhalten im Unterricht zu beurteilen. Es wäre eine komplette Umstrukturierung des Schulsystems nötig um es für jeden "fair" zu machen.
Auf diesen Augenblick werde ich aber warten. Sei es als Schüler oder vielleicht später mal als Lehrer

So long
Pierre

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