Montag, 7. Januar 2008

Blut, Hirn und Gedärme


Ich höre sie kommen. Sie stöhnen und schnauben. Ich weiss sie sind in der Überzahl aber das macht mir nichts. Ich springe also aus meiner Deckung die Schrotflinte in der Hand und gebe einige Salven in die Gegnerhorden ab. Nicht lange dauert es und vor mir liegen einige leblose Körper oder besser das was von ihnen übrig ist und ich stapfe durch Hektoliter an Blut, die den Boden in ein schönes weinrot tauchen.

Gut, das ist sicherlich ein wenig überzogen, denn so gewaltätig war noch kein Ballerspiel, das ich gespielt hab. Trotzdem nicht allzu weit von der Realtität weg. Wen wunderts also noch das heute Elternverbände und Politiker aufschreien und Herstellungverbote fordern? So richtig kann ich diesen virtuellen Massakern auch nichts mehr abgewinnen. Es ist nicht so, dass ich noch nie eines dieser Spiele gespielt hätte, die Frontal 21 liebevoll als "Killerspiele" bezeichnet. Damals hats mich auchnoch irgendwo begeistert, aber mittlerweile mach ich mir weniger aus Gewalt in Videospielen. Es ist sicherlich nicht falsch wenn man mal das ein oder andere Monster schnetzelt, dass gehört auch irgendwo mit zum Spielgefühl dazu. Aber 8-20 Stunden am Stück? Ohne mich! Spiele wie "We love Katamari", "Guitar Hero" oder das gute alte "Super Mario" haben bewiesen, dass es auch ohne Mord und Totschlag geht. Und das sind nur 3 unter eine beachtlichen Menge von Spielen, die es völlig gewaltfrei schaffen zu fesseln.
Aber jedem das seine. Ich wünsch den Freunden des virtuellen Blutbads Spaß beim erlegen der nächsten Zombies. Wer mich sucht ich bin im Pilzkönigreich!

Grüße
Pierre

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