Es war eine kleine gelbe Scheibe, die der erste Superstar der Videospielwelt sein sollte. Benannt nach dem Ausdruck "paku paku", was soviel wie "Mund auf, Mund zu bedeutet" trug diese Scheibe den Namen Pac-Man. Sein Leben sah nämlich nur eins vor: Fressen, soviel wie möglich. Und genau das machte Pac-Man so sympatisch. Jeder Mensch muss essen und so erkannte sich ein jedermann in diese Scheibchen wieder. Pac-Man war Kult! Es dauerte nicht lange und dann erhielt der pixelige Gelbling Arme und Beine. Die brauchte er auch, denn Pac-Man war zu einem bedeutsamen Werbeträge geworden. Sogar eine TV-Sendung auf ABC galt dem ewig essenden Pixelheld.
So schön und idyllisch das auch klingt, das Spiel könnte auch ein früher Sprösling des Horror-Genres sein. Ein Labyrinth aus dem es kein entkommen gab und Untote, die nur darauf aus waren den kleinen Pac-Man zu töten. Nur durch die Einnahme besonderer Substanzen wurde Pac-Man zu einem unaufhaltbaren Berserker, der sogar dazu fähig war diese gemeinen Untoten zu verschlingen. Richtig grausam wurde es jedoch, wenn er erkannte, dass es keinen Ausweg mehr gab. Um seinem endlosen Fresstrieb Folge zu leisten öffnete er sein Maul soweit, bis er sich selbst verschlang. Eine markabere Vorstellung bei der sich Horrorspiele wie Doom und Resident Evil noch einige abschauen könnten.
Einen solchen Hype um eine Videospielfigur sollte es erst 16 Jahre später wieder geben, wenn Lara Croft Filme dreht und in Musikvideos auftritt.
Grüße
Pierre

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