
Düster, druckvoll, monumental und atmosphärisch, das muss doch musikalisch machbar sein. Ich will so ein richtiges Gänsehautlied machen, wo man sich selbst im überfüllten, lauten Bus oder auf dem Heimweg mittem im Sommer einfach nur erschlagen fühlt. Dazu gehört ein wuchtiger Bass, ein ebenso wuchtiges und verhältnismäßig simples Schlagzeug und eine Gitarre, die in einem Moment eine ruhige Melodie spielt und im anderen tiefste Mollakkorde, denen die Epik schon aus den Saiten springt. Der Wechsel zwischen Melodie und melodramen Akkorden muss sein, weil man nicht drei oder sogar vier Minuten lang episch sein kann, geht einfach nicht. Gesanglich wird es dann opernhaft mit langgezogenem Text, der natürlich über einen ganz fürchterlichen Missstand berichtet oder vom weiten Weltraum handelt, der ja wie wir alle wissen so viel größer ist, als man selber. Das ganze Lied endet dann im großen, explosiven Finale mit fürchterlich verzerrter Gitarre und hartem Riffgespiele und dazu mehr oder weniger hysterisches Schreien im Gesang. Nicht wie man jetzt vielleicht denkt mit zusammenbrechender Stimme und so, nein mit nach Möglichkeit immernoch voll schön und so. Stell ich mir in meinem Kopf ziemlich cool vor und wäre ein optimaler Schlussakt einer Bühnenaufführung, weil ein explosives Finale immer am Besten kommt, dass haben sogar schon die Herren Tocotronic gewusst und das wortwörtlich. Entweder das oder es wird doch nur ne Indierocknummer...
I can't hear you scream...
Pierre
I can't hear you scream...
Pierre

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen