Sonntag, 14. März 2010

Feuriges Pulver...


Chemie kann richtig Spaß machen. Vorallem, wenn man mal den schnöden Unterricht verlässt und sich umschaut, was es für wundervolle Chemikalien zu kaufen gibt, mit denen man mächtig Spaß haben kann. Klassiker wie Helium, für die Schlumpfstimme und Schwefelhexafluorid für den Dämon aus der Unterwelt sind aber leider kaum erschwinglich oder es ist so wenig, dass es gerade mal für ein oder zwei Minuten reichen würde. Außerdem ist das schöne an Chemie doch immer die fette Action mit Explosionen, grellem Licht und diesem verführerischen Potential irgendetwas zu zerstören. Leider jedoch ist das meiste, was so richtig Spaß macht verboten. Diese verfluchten Sprengstoffgesetze sind eine feine Sache, wenn man nicht kaputtgebombt werden will, aber wenn man mal selber das innere Abrisskommando rauslassen will, wirft sowas einem einen gewaltigen Stein vor die Füße. Aber es gibt eine wundervolle Ausnahme. Thermit. Eine Mischung aus Aluminum- und Eisenoxidpulver, die bei Entzündung in einer grellen Flamme mit knapp 3000 Grad verbrennt. Ja genau 3000 grad. Damit kann man so ziemlich alles schmelzen und hat nebenbei noch einen richtigen Hingucker. Aber es wird noch besser: 500g dieses Wunderpulvers kosten knappe 10 Euro. Eigentlich die Gelegenheit zuzuschlagen, aber wo lässt man sowas denn bitte verbrennen? Überhaupt habe ich mich gefragt, warum dieser Minischmelzofen noch nicht unter irgendwelche Richtlinien fällt. Die hunderten Youtubevideos geben einem zu denken, vorallem wenn sich die Dorfdeppencrew einen Spaß erlaubt und dem Nachbarn das Gartentor wegschmilzt. Gefährliche Sache, aber ich würd es trotzdem gern mal ausprobieren, auf die alten Tage muss ich mit der Chemie halt doch irgendwie noch warm werden...

Pierre

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