Montag, 8. März 2010

Die Sache mit der Maske...


Heute gings irgendwie viel um diese Internetseite. Also verhältnismäßig, es war nun nicht eine epischen Dikussion Grundlage, aber dafür, dass es sonst nur die stillen Leser gibt, war das ja heute schon quasi so als ob man für die Bildzeitung über heiße Sexeskapaden von Boris geschrieben hätte. Jedenfalls glaube ich doch, dass ich den Überblick verloren habe. Was mit einem sehr treuen, mir auch regelmäßig Feedback gebenden einsamen seelchen angefangen hat ist jetzt, wie immer im Vergleich gesehen schon ganz schön umfangreich und zumindest in meiner Stufe relativ bekannt geworden und wird wohl auch fleißig belesen. An dieser Stelle sollte natürlich ein Ausspruch des Dankes kommen, weil man ja volles Mett nur wegen denen schreibt und die dieses Projekt am Leben halten und so. Halt diese Schmalzreden die am Ende einer jeden Fernsehserie kommen oder bei Bands die einfach kein Vertrauen in ihr können haben. Nicht das ich die geschätzte Leserschaft jetzt verärgern oder gar verstoßen will und es natürlich schön, dass Leute Interesse zeigen oder es wenigstens vortäuschen, aber gleichzeitig ist einem immer ein bisschen unwohl. Man will sich dann nicht wirklich über Person X auslassen, weil ja der das auch lesen könnte und dann gibts wieder Beef, wie der Hopper in mir zu sagen pflegt. In solch einen Konflikt bin ich bisher noch nie gekommen, aber es könnte ja sein. Wie Oscar Wilde schon sagte: Der Mensch ist am wenigsten er selbst, wenn er für sich selbst spricht. Gib ihm eine Maske und er wird dir die Wahrheit sagen. Etwas, das mir eigentlich sehr wenig gefällt, aber ganz Unrecht hat der gute Mann wohl nicht. Auf den Punkt gebracht: Ich fürchte ein wenig um meine Treue zur eigenen und ehrlichen Meinung. Es wäre einfach schade, wenn ein Projekt, dass spätestens nach einigen Monaten die Ambitionen bei mir weckte, kontinuierlich daran zu arbeiten zu einer Farce der Selbstlügen wird, in der alles eine heile bunte Wunderwelt ist. Eine epische Formulierung, die mich zu einem Schluss kommen lässt: Einfach drauf losschreiben und garnicht daran denken, wer hier was lesen könnte, auch wenn es erstaunlich ist, dass jeder schon über meine fabulöse rote Hose Bescheid weiss...

Ob Oscar Wilde stolz auf mich und meine Hose wäre?
Pierre

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