
Anstrengende Heimfahrt. Vom tiefsten Beelen in die traute Heimat und das auf dem Fahrrad, das nimmt einen schon etwas mit, doch für einen Geburtstag hat man es immer gern getan. Noch ein wundervoll warmes Paar Handschuhe besorgt und schon ging es los, am Bordell vorbei, durch das bisschen Wald ab ins traute Sassenberg. Man hat in Beelen schon nicht schlecht gestaunt, als es hieß, dass sich einer allein auf den langen Heimweg macht, was mich ein bisschen mit stolz erfüllt hat, weil man ja voll der Heldenhafte ist und so, aber eigentlich ist es wie alleine Auto zu fahren. Schön die tocotronischen auf dem Ohr und schon fühlt man sich sicher, wie in Abrahams Schoß. Die regen auch immer so schön den Kopf an, damit er nicht rostet und man sich Gedanken macht, was man in den letzten Ferien so alles anstellen kann. Die Idee ist gut, doch die Welt war nicht bereit, zumindest zu Zeiten der digitalen Revolution. Vielleicht ist es jetzt der genau richtige Zeitpunkt. Ein anderes Stadtgebiet, ein Eis und ein bisschen was, über das man reden muss. Der einzige Wunsch, den ich jetzt noch habe ist, dass sich alles, was jetzt noch so wundervoll klingt auch ohne Alkoholisierung umgesetzt wird, aber ich werde mich wohl wieder enttäuschen, was das angeht. Wenigstens im fremden Dorf ein bisschen Eindruck geschunden und ein bisschen geträumt, als wenn alles besser wäre. Jetzt aber bettwärts, denn ich halt es nicht mehr aus...
Pierre

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