Freitag, 29. April 2011

Claim what is mine!

Wenn der faulenzende bald Ex-Zivi mal nicht virtuelle Blutorgien feiert, das neue Foo Fighters Album hört, was übrigens absolute spitzenklasse ist oder sich heiratende Engländer anschaut, die übrigens, zumindest wenn sie zum Hochadel gehören, die gefühlslosesten und trockensten Hochzeiten überhaupt feiern, selbst mit angeblich drei Milliarden Zuschauern vor den Fernsehern weltweit, dann kümmert er sich tatsächlich um seine Zukunft und hat seine Studienplatzneuanforderung an die Universität von Magdeburg geschickt. Dann geht es endlich in die Freiheit, zumindest was das Ausziehen von daheim und das Einziehen in die eigene Wohnung angeht und nach mehr als einem Jahr Wartezeit ist das auch mehr als angemessen. Jetzt blättert man mal wieder durch Wohnungsanzeigen, checkt bei Google, weil man ja auch als Student noch faul sein wird die Distanz zur Uni und malt sich aus, wie das so ist, als Psychologiestudent. Viele Utopien, die mit ziemlicher Sicherheit zerschlagen werden schwirren noch durch meinen Kopf, aber wenigstens die Vorlesung "Einführung in Gedankenkontrolle durch tibetische Atemtechniken" werden sie mir hoffentlich nicht nehmen. Bis dahin möbel ich zumindest mal mein Statistikverständnis auf, dann kann ich auch wenigstens sagen, ich hätte schon vorher was geleistet.

Pierre

Dienstag, 19. April 2011

Rollercoasterride...


Ich weiss, dass ich eigentlich zu spät auf der Party erscheine, wenn ich jetzt erst die vierte Staffel von Dexter zuende geschaut habe und ich weiss auch das ich generell immer weniger Worte hier auf meiner Internetpräsenz verliere und schon in meinen Gedanken mit einer "Umstrukturierung" spiele, aber selten hat mich Film und Fernsehen so aufgewühlt, wie das Staffelfinale "The Getaway". Es ist für mich schon fast unverständlich, wie ein paar fiktionale Charaktere, von denen einer ein Serienmörder ist, mich von Freude und Zuversicht zu tiefster Bestürztheit und vielleicht sogar Verzweiflung bringen können. Es zeigt wohl, wie tief man selbst irgendwann in eine Geschichte gezogen wird, obwohl man nur die Rolle des Beobachters spielt. Ich kann es wirklich nicht anders ausdrücken, aber ich denke jeder hat sowas mal mitgemacht, sei es in einem Roman, einem Film oder einem Stück Musik. Doch gerade bei mir, dem die TV-Landschaft mittlerweile zuwider ist, ist es mittlerweile eine Seltenheit geworden und gerade in einem solchen Ausmaße, dass ich mein altes Internettagebuch darum bemühe. Ich würde das auch gerne können, Menschen so mitreißen und die sonst eher sprichwörtlichen "großen Emotionen" wecken. Ich weiss nur nicht wie...

Pierre

Freitag, 15. April 2011

Meeting People is easy...


Ich lerne diese wundervolle Erfindung namens Internet immer mehr zu schätzen. In den Tiefen herumstromernd macht man in dem ein oder anderen Chatroom tatsächlich sehr nette Bekanntschaften, die im Gegensatz zum weit verbreiteten Glauben, nicht auf körperliche Liebe auf bizarre Weise oder das Entführen von Minderjährigen aus sind. Das klassische "Gleich und Gleich gesellt sich gern", greift ganz wundervoll, wenn man sich mit Leuten über Musik, Klamotten oder sonstige Interessen unterhalten kann und man ganz wundervoll übereinstimmt. Leider liegt zwischen diesen Leuten und meiner jetztigen Residenz im Regelfall ein größeres Gewässer, sei es der Doverkanal oder der Atlantik und wenn nicht, dann mindestens eine drei Stunden Autofahrt, was den Kontakt außerhalb des Internets wohl eher schwierig macht. Schade eigentlich, aber dennoch wahnsinnig beruhigend, dass man so schnell Leute findet, mit denen man sich versteht. Lässt mich mein Studium und all die Leute da nur noch sehnsüchtiger erwarten...

Pierre

Donnerstag, 7. April 2011

Back to Basic


Es ist schon traumhaft, das Leben als Gammler und Faulenzer. Endlich Zeit wieder all die schönen Dinge zu tun, für die man sonst einfach zu erschöpft war. Ganz viel Musik machen, ganz viel Kochen, ganz viel Lesen und bei dem herrlichen Wetter auch einfach mal ein bisschen mit Musik im Ohr spazieren gehen. Ich bin doch sehr froh um die freie Zeit und würde, wenn ich mich als willensstark genug einschätzte, sogar auf weiteres Arbeiten verzichten und die Zeit einfach weiter an mir vorbei rauschen lassen. Erstaunliche, dass die Erlösung von neun Monaten Zivildienst großartiger erscheint, als die von neun Jahren Gymnasium, aber da merkt man, dass die Schule einen doch recht wenig auf das Berufsleben vorbereitet. Körperliche Ermüdung ist, zumindest für mich, einfach viel extremer als jedes noch so gravierende Matheproblem oder Goethepoem und ab jetzt werde ich den Kopfzerbrecher dem Knochenknacker zumindest so gut es geht vorziehen. Aber wie schon so oft gesagt, man nimmt aus allem etwas mit fürs Leben, so auch aus Monaten des frühen Aufstehens und des Badens in Desinfektionsmitteln...

Pierre

Sonntag, 3. April 2011

Freeflow


Einen Monat ist jetzt erstmal Ruhe. Wie ich diese Zeit nutzen werde? Ich habe wirklich keine Ahnung, aber ich glaube, selbst wenn ich nur vor mich hinvegetiere, wäre das auch in Ordnung. Nach acht Monaten des regelmäßigen Frühaufstehens, des Stresses, aber auch der vielen lustigen Moment bleibt jetzt eine Zeit zum Durchatmen, zum Resignieren und zur Neuorientierung. Denn wie immer, sollen auch meine nächsten Schritte durchdacht sein, wenn auch nicht unbedingt gut. Erstmal wird es aber wohl in exessivem Entspannen ausarten, denn selbst nach zwei Tagen weiss ich schon die viele Freizeit wieder zu schätzen. Ein geregelter Tagesablauf ist zwar eine feine Sache, doch das Freeflow-Konzept hat sicherlich auch seine guten Seiten. Alleine vom Tageslicht geweckt zu werden ist wirklich traumhaft und die endlos penetranten Arbeitskollegen sind auch schon halb aus dem Hirn gelöscht. So gut kann die Welt zu einem sein, die Lage in der ich mich befinde gefällt mir sehr gut. Magdeburg rückt auch immer näher und ich fange schon wieder an Tage zu zählen...

Pierre