
Erst wenn ein Kind in den Brunnen fällt, denkt man über den Brunnen nach. Robert Enke ist in einen solchen Brunnen gefallen. Depressionen. Ein Tabuthema bei uns und irgendwie verstehe ich nicht warum. So vielen Leuten geht es manchmal schlecht und fühlen sich unter Druck und das wirklich oft genug ohne das sies müssten, weil sie tolle Menschen sind, die auch so gut klar kommen könnten und die sind dann auch einfach mal krank. So wie Leute die Grippe haben, sind Leute depressiv. Das kann sich ganz schnell von alleine lösen, wie ne Grippe halt, wo ein bisschen Hühnesuppe und das warme Bett einen wieder fit macht, aber das kann auch ganz doll schlimm werden. Dann ist es auch nicht schlimm wenn man zum Arzt geht, der nicht Grippearzt sondern Psychoarzt ist. Bei mir hat die Hühnersuppe bisher immer irgendwie gereicht glaube ich. Weil jeder ist mal traurig und ich bin auch traurig und ich steh dazu. Deswegen gibts ja zum Beispiel auch dieses Stück Internet, wo man einfach mal sich den ganzen Kummer von der Seele reden kann ohne von irgendwem verurteilt zu werden. Jedenfalls, um zurück zum Punkt zu kommen, ist es doch irgendwie erstaunlich, dass erst der tragische Tod unseres Nationaltorwarts Anstoß gab mal von der Schweinegrippepanikmache abzusehen und mal über Probleme zu sprechen, die wesentlich wichtiger sind. Deswegen redet einfach mal über Probleme, mit Freunden, mit klugen Leuten die das gelernt haben oder im Zweifelsfall auch mit mir, denn Hühnersuppe kann ich immernoch für jeden kochen...
Mir gehts gut hoff ich...
Pierre

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