Man kann einen Mittwochabend einfach nicht schöner verbringen. Das von mir schon in alle Himmel gepriesene Tocotronickonzert fand endlich im Skaters Palace in Münster statt. Wunderbar, ganz einfach wunderbar, was Dirk von Lowtzow und seine Kameraden fabriziert haben. Doch mal ganz von vorne. Denn es war ein Konzertanfang, mit dem ich zumindest nicht gerechnet hatte. Nachdem man sich gute zehn Minuten verspätet hatte, erloschen endlich, endlich die Lichter und man war bereit die Vorband zu empfangen. Doch wer das glaubte hatte sich geschnitten, denn Tocotronic betraten direkt die Bühne und der potentiell langweilige Einheizer wurde einfach mal gestrichen. Herrlich, grade wenn ich an Bielefeld denke, als Troy von Balthazar eine gute halbe Stunde auf der Bühne vor sich hin krüppelte. Das war zwar ganz lustig, musste aber defintiv nicht sein. Aber wie dem auch sei. Tocotronic waren da und haben gespielt. Ein fetziges "Let's Party!" von Dirk war der Startschuss für zwei wundervolle Stunden. Von K.O.O.K, Pure Vernunft darf niemals siegen, Kapitulation und den alten Scheiben kam eine wirklich tolle Setlist mit dem besten was Tocotronic so zu bieten hat. Und toll war nicht nur die Setlist sondern natürlich auch Tocotronic selbst. Grade der wundervolle Dirk von Lowtzow schien sich zu freuen wie ein kleines Kind und war mit Übereifer bei der Sache. Von recht abstrusen einleitenden Sätzen zu kommenden Songs, zu überschwänglichen Danksagung. Der gute Herr war hin und weg. Gleiches galt sicherlich auch für das Auditorium. Die waren nämlich für ein Toctronicpublikum herrlich aktiv und motiviert und es gab Konzertstimmung wie man sie sich wünscht. So war man doch herrlich erfreut, nach gesunden zwei Stunden mit Tocotronic und lag dann auch vollends befriedigt in seinem Bette....
Cheerio
Pierre

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