Montag, 28. Februar 2011

Blood is my life...


Endlich wieder ein neuer Zeittöter. Nachdem man diverse Animationsserien schon lange ausgelutscht hatte und bei Dr. House ja nur jeden Montag eine neue Folge kommt war ein neuer Fiktionsfix von Nöten und nachdem man mir immer so von Dexter vorgeschwärmt hatte bin ich jetzt voll drauf eingestiegen. Es ist zwar irgendwie wie Dr. House nur noch durchgeknallter, aber dadurch das viel Mord und Totschlag drin vorkommt trifft es bei mir doch irgendwo einen Nerv. Es ist auch ganz interessant, wie es eigentlich auch nur irgendein Polizeidrama ist, aber dadurch das die Hauptfigur Dexter ganz massiv einen an der Waffel hat, wird es genau so, wie Dr. House, was eigentlich auch nur ein ganz normales Arztdrama ist, richtig cool. Es ist einfach wahnsinnig unterhaltend, wenn Dexter, der einfach mal garnichts mit anderen Leuten anfangen kann, versucht mit einer Beziehung oder mit dem Freund seiner Schwester klar zu kommen. Gleichzeitig ist er der souveräne Psychobatman, der weil er, aufgrund eines Kindheitstraumas, unbedingt Töten muss. Aber weil er einen guten Vater hatte tötet er natürlich nur die Bösen. Wie Batman halt nur mit mehr Mord und Totschlag und ohne Unterhose über der Hose. Nach ein paar Folgen ist das ganze definitiv sehr packend und empfehlenswert und endlich mal wieder ein schöner Zeitvertreib, bei dem man absolut nichts tun muss.

Pierre

Freitag, 25. Februar 2011

It's allright...


Ach war das schön heute. Endlich mal ein bisschen Ruhe und vier Tage das pure Wochenend-Relaxorama. Aber ganz ohne stundenlanges im Bett liegen und nichts tun. Stattdessen habe ich heute erstens meine Liebe zu Spaziergängen entdeckt, zweitens meine Liebe zu Buffetfrühstücken entdeckt und drittens herausgefunden das ich bis 2018 keine Impfungen mehr brauche und das alles an einem Tag! Letzteres stimmt den notorischen Eretephobiker besonders glücklich, denn einmal fange ich mir dann hoffentlich auch im letzte Monat meines Dienstes für das Vaterland keine Seuche ein und außerdem sind Spritzen einfach absolut uncool. Aber auch Buffetfrühstück beim Bäcker meines Vertrauens haben was für sich. Alleine das von mir so geliebte beobachten anderer Leute ist immer wieder eine Freude. So hat sich eine besonders auffällige Gruppe Frauen mittleren Alters von dem Jungesellinentum einer Dame mit Bier und Sekt beim Frühstück verabschiedet. Irgendwie sehr passend für diese Region wie ich finde und es hat mich an eine Gruppe Frauen aus meinem Bekanntenkreis erinnert, die nur zehn Jahre mehr auf dem Buckel bräuchten um genau in diese Situation zu passen. Aber das absolute Highlight des Tages ist das besinnungslose umherschlendern durch die kalten Straßen dieses Dorfes. Mit Musik im Ohr, die die müde und leicht trostlose Stimmung untermalt kommt man sich vor wie in einem Klischee-Indiependent Film, der auf französisch mit libanesischen Untertiteln und natürlich in schwarz-weiss gedreht wurde. Es ist wirklich ein sehr trübes Wetter aber es ist sehr schön mal den Kopf auszuschalten ohne die Wunder der modernen Technik, die einen ablenken. Nur ein bisschen Radiohead und ein bisschen mittelprächtiges Wetter sind wie ein Frühjahrsputz für das, von der Arbeit gestresst, Hirn. Ich werde vermutlich nicht, aber ich sollte das öfter machen. Das ist nur gut für meine Nerven....

Pierre

Dienstag, 22. Februar 2011

The King of Limbs


Was passiert wenn ein Künstler ein neues Album rausbringt? Nunja erstmal, bevor es überhaupt irgendwo in Scheibenform in Jewelcases abgepackt im Laden liegt wird erstmal ganz groß die Werbetrommel gerührt, denn weil man sich wahnsinnig teuer Produzenten an Bord geholt oder vom Plattenunternehmen aufgezwungen bekommen hat und man mit überproportionierten Produktionen und Gastmusikern auf dem Album glänzen will, muss man ja nach der monatelangen Arbeit auch gut Ernte einfahren. Wenigstens einen, wenn nicht sogar zwei Monate vorher steht also das Albumrelease fest und solange laufen Werbesspots im Internet, Fanaktionen, bei denen man irgendwas gewinnen kann und sonstige Spielereien um die Leute auf das Produkt aufmerksam zu machen. Eigentlich ein altbewährtes System. Jetzt kommt Alternative-Gigant Radiohead, die einfach mal lässig wie sie sind schlappe vier Tage vorher auf ihrer Internetseite eine kryptische Botschaft hinterlassen und dann letzten Freitag das neue Album zu digitalen Verkauf ins Internet stellen. Ziemlich lässig, erstens auf die große Werbetrommel und zweitens mal wieder auf das physikalische Musikmedium zu verzichten, wobei man aber mittlerweile nichts anderes mehr von Thom Yorke und Konsorten gewohnt ist. Zum Album will ich noch nicht viel sagen, es klingt beim ersten reinhören vielversprechend, fühlt sich aber anstregend an, wenn das irgendeinen Sinn macht. Nach einigen ruhigen Stunden bin ich vielleicht zu einem differenzierterem Statement fähig. Bis dahin empfehle ich Fans zuzugreifen und dem Rest sich zu verneigen vor Kreativität im sonst so öden Musikgeschäft.

Pierre

Freitag, 18. Februar 2011

Chucky der Mörderschuh


Vor nicht all zu langer Zeit bin ich endlich endlich zum Vollstylerocker geworden, denn trotz fetziger ausgefallener Klamotte hat ein Markenzeichen doch immer gefehlt. Die Schuhe, da fehlte einfach noch die gewisse Portion Rock. Also habe ich mir welche zugelegt. Da fällt die Wahl dann auch nicht schwer, denn ich zumindest glaube es gibt nur eine Sorte Schuh, die die geballte Energie von Rock 'n' Roll bändigen kann und hergestellt werden sie von Converse. Die guten alten Chucks, gleich zwei Paar und das zu sehr, sehr akzeptablen Preis. Zwar müssen sie noch orthopädisch aufgemotzt werden, damit die schiefe Hüfte (die einfach keine T2 Musterung rechtfertigt, verflucht seist du Musterungsarzt) auch wieder gerade ist, aber schon bei der Anprobe und kurzen Tragephasen musste ich feststellen, dass mir eine Menge Tragekomfort entgangen ist. Außerdem sind sie nunmal Klassiker und sehr stylisch und mit blau und rot kommt auch endlich mal ein wenig Farbe in die sonst schwarz-weiße Schuhpalette. Nebenbei habe ich mich übrigen ertappt, wie sich die Schuhe langsam bei mir sammeln, deshalb sehe ich mich auch nicht mehr befugt Witze über Frauen und Schuhe zu machen...

Pierre

Sonntag, 13. Februar 2011

Another Time...


Immer diese Technik. Wieso kann man nicht einfach ein Mikrofon hinstellen und ich fange an zu klimpern und zu jodeln und man sagt dann Cut und die Scheibe ist im Kasten? Auch wenn wir ein paar mittelmäßige Aufnahme hingekriegt habe, wars halt doch nicht gut genug, vorallem von der Audioqualität, um es irgendwie als passabel durchgehen zu lassen. Dabei war vorallem der Gesang, wie ich fand überraschend gut, denn obwohl ich gerne singe, weiss ich auch dass ich wohl eigentlich nicht wirklich dafür geeignet bin. Naja, aber dann werde ich die ganze Nummer wohl elektrisch abziehen irgendwann. Die gute alte Stratocaster und vielleicht sogar ein bisschen mehr Rock und dann gehts ab. Genug Stücke, die den ganzen unnötigen Bass und Schlagzeugkram nicht brauchen gibt es doch. Wie die alten Punkkanonen von anno dazumal, die sich allein mit einer Gitarre in den Verstärker und vielleicht noch einem Verzerrer auf die Bühne getraut haben, das System ficken wollten und sich die Seelen aus dem Leib geschriehen haben. Klingt doch vielversprechend....

Pierre

Mittwoch, 9. Februar 2011

Pierres Platte


Keine Woche ohne gute Nachrichten. Ich nehme eine Compact Disc oder kurz CD auf. Der helle Wahnsinn mit Schokostreuseln, denn auch wenn das Aufnahmeequipment weit vom Studiostandard ist und das Talent des Künstlers noch ausbaufähig scheint, es ist eine gottverfluchte CD mit meinem Namen und anderer Leute Lieder drauf. Denn für den ersten Anlauf, vorallem als Akkustikkünstler, da nehm ich doch lieber die sicheren Gewinner wie Wonderwall und so. Denn gerade bei Akkustik muss man auch mit Text punkten, da das ja fast nur Akkorde schrummeln ist und textlich hinke ich noch derbe hinterher aufgrund mangelnder Inspiration und Muse. Dennoch hab ich da jetzt ein schönes Projekt und so acht Lieder oder mehr sollten sich doch wohl zusammensingen und spielen lassen. Dann alles auf eine Plastescheibe gebrannt und für zehn Euro die Platte an den Mann bringen. Nagut letzteres vielleicht nicht, aber wäre trotzdem schön. Endlich mal was Handfestes in die richtige Richtung. Freitag, Freitag, Freitag. Ich freue mich tierisch.

Pierre

Mittwoch, 2. Februar 2011

Look at me! I'm hip!


Wo ich gerade durch 4Chan blättere fällt mir eins auf. Irgendwie ist es mittlerweile, vorallem in den USA und noch mehr als sowieso schon, mega cool, nur Sachen gut zu finden die keine Sau kennt, gerade im Hinblick auf Musik. Denn alles andere ist zu Mainstream und drückt irgendwie keine Individualität aus und ist mehr Mitläufertum als alles andere. Dabei ist ironischerweise der Weg weg vom Mainstream zum neuen Mainstream geworden. Jeder muss jetzt super originell sein oder sich zumindest dafür halten und überhaupt irgendwie irgendwas gut zu finden ist schon eine Totsünde, weil es zu Mainstream wird. Die Jugendlichen in den USA haben es einmal sehr schwer und haben aber gleichzeitig sehr schwer einen an der Waffel. Die Hipsterjugend, die einen sehr guten Musikgeschmack und Kleidungsstil hat, leidet unter einem manischen Drang zum Individualismus, der sie gerade im Internet, wo alles und nichts originell ist, zu einer beliebten Zielscheibe von Spott und Hohn gemacht und sicherlich nicht ganz zu Unrecht. Was ist daran so schlimm mit dem Trend zu schwimmen und zu klauen? Selbst ich, der durch extravagante Mode- und Musikwahlen Aufsehen erregt hat macht das erstens, weil ers gut findet und zweitens, weil ers sich zumindest was Klamotten angeht, abgeschaut hat und stolz drauf ist. Wieso selber auf Ideen kommen, wenn man sie klauen kann. Talent borrows, Genius steals, wie Tocotronic schon sangen. Jedenfalls hat man immernoch was zu lachen, solange es diese Menschen gibt, denn das Internet ist ja bekanntlich gnadenlos...

Pierre

Dienstag, 1. Februar 2011

F-F-F-Februar

Irgendwie bedauerlich. Ich schaue auf die Abrechnung für Januar und fünf mieserliche Einträge. Sehr schade, aber es ist halt immernoch die selbe alte Leier über die ich mich beklagen könnte. Verfluchter Zivildienst, schöne Musik und sehr sehr schönes Geld. Es sind in der letzten Zeit wirklich sehr monotone Monate gewesen, die mich ein wenig vom Berufsleben zurückschrecken lassen. Dieser Trott ist wirklich eine Qual und nimmt einem viele Energien, die zum Beispiel in mehr Schriftliches fließen gekonnt haben hätten würden. Wahrscheinlich hat das aber auch viel damit zu tun, ob man seine Arbeit gerne macht oder nicht und wenn man nicht schon um viertel nach fünf Aufstehen müsste, dass hätte auch noch was für sich. Trotzdem liest man ja immer wieder von Leuten, die sich durchs Berufsleben quälen, alleine um ihren Job zu behalten, die fürchterlich unglücklich sind, im Beruf wie im Privaten und denen dazu noch die Kraft fehlt sich anderswo zu erholen. Erschreckend, wie hart die Arbeitswelt geworden ist und wenig einladend für junge, noch ambitionierte Menschen wie mich. Aber ich glaube, sich diesem System, obwohl man noch garnicht drin ist, schon zu unterwerfen ist wohl ein Kardinalsfehler, den ich mir für später aufhebe. Jetzt bin ich erstmal froh wieder was geschaffen zu haben, dass hat gut getan.

Pierre