Freitag, 10. Dezember 2010

Seminar und so...


Zurück in der Heimat, nach vier Tagen politischer Bildung in Bad Oeyenhausen, ist man doch ziemlich ausgelaugt, so dass ich den Großteil des Tages in meinem Bett verbracht habe. Aber ich muss sagen, ich hatte mir alles viel schlimmer vorgestellt. Die mir prophezeiten "Spasten" stellten sich als wirklich nette Leute raus, mit denen auch gerne sechs Stunden am Stück Tischtennis spielen kann und auch die Zivildienstschule war nicht annähernd so kasernenhaft wie befürchtet. Sogar der eigentlich Unterricht zu Politik und Kunst war wirklich stellenweise interessant und weniger stumpfes Zuhören und mehr hitziges Diskutieren über Kultur, Medien und sonst so Zeug. Wie gesagt, ich war wirklich sehr sehr positiv überrascht und hab den Ausflug tatsächlich genossen. Interessant wars halt auch einfach mal so einen Querschnitt der eigene Generation zu bekommen, der mehr zeigt als nur die unbescholtene Dorfjugend, denn vom Reich-Ranicki für Arme über den sanften und dümmlichen Riesen bis zum lispelnden, bibeltreuen Christen war wirklich alles dabei. Das freut den Psychologen in Spe und den generell verhaltensvoyeuristisch angelegten Menschen, wie ich es einer bin und sorgt für nettes Entertainment am Rande. Irgendwie will ich garnicht mehr arbeiten gehen, dass ist so anstregend und da war der Dienst so chillig, aber was solls...

Pierre

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