Dienstag, 28. Dezember 2010

Life is beautiful...


Jaja, das Jahr ist bald rum und das Fest der Familie ist vorbei und weil ja alle Leute wieder ihre Familie besuchen fahren gab es gestern dementsprechend das erst Abi-Nachtreffen, bei dem wie ich finde erstaunliche viele Leute aufgekreuzt sind. Mal ein bisschen aufholen, sich erkunden wie die Welt außerhalb der behüteten Kleinstadt ist und selbst erzählen wie es einen in jener behüteten Kleinstadt ergeht. Was soll man da sagen? Mir geht es besser als selten zuvor. Mein Musikprojekt, was auf Teufel komm raus nichts werden wollte in den letzten Jahren nimmt langsam Fahrt auf, ich bin körperlich fitter als ich glaube ich jemals war, ich stehe zwar jeden Tag früh auf, aber ich arbeite und kriege Geld, ich kann mich auf mein Studium freuen und bereite mich schon darauf vor, was gibt es mehr das ich mir wünschen könnte? Nächste Jahr wird dann vielleicht sogar noch viel besser und ich bin wirklich in heißester Vorfreude. Jetzt erstmal noch den Rest der Woche überstehen und dann mal ganz entspannt ins neue Jahr reinzelebrieren. Ich freue mich und will gerade nicht von meinem euphorischen Trip runter...

Pierre

Freitag, 24. Dezember 2010

My Name is Forrest...


Es weihnachtet, natürlich auch bei mir daheim. Mein mir selbstgekauftes Weihnachtsgeschenk ist dementsprechend auch heute per Post gekommen und ich musste nich arbeiten und endlich ist mal ein bisschen Ruhe eingekehrt. Das Fernsehprogramm ist zwar überfüllt mit Weihnachtsmännern und Christkindern, aber was solls, immerhin mal ein bisschen Abwechslung zum sonst eher eintönigen TV-Trott und was das Beste an der ganzen Geschichte ist, es lief endlich mal wieder Forrest Gump. Auch wenn ich dachte ich könnte mir diesen wundervollen Film nie wieder anschauen, weil ich ihn damals in Englisch zu Tode geguckt habe, war ich immernoch sehr angetan von dieser sehr abgedrehten, wahnsinnig unrealistischen und doch sehr witzigen und bezaubernden Geschichte um einen Mann, der auch wenn er dumm erscheint, sicher selten Dummes tut. Man ist auch wirklich sofort wieder drin und wechselt zwischen erheitertem Schmunzeln und bedrücktem sich das Wasser in den Augen verkneifen, weil Tom Hanks einfach ein so toller Forrest Gump ist. Leider glaube ich, dass die Fortsetzung, die angeblich 2012 in die Kinos kommen soll nicht, annährend so viel Charme, Witz oder Lieutenant Dan haben wird, wie das Original. Aber das ist ja noch mindestens ein Weihnachten entfernt und das ist immer eine ganze Weile...

Pierre

Sonntag, 19. Dezember 2010

Blockade


Es ist ein fürchterlich dicker Riegel vor meinem kreativen Verstand habe ich den Eindruck, zumindest was das geschriebene Wort angeht. Nicht nur hier, sondern auch beim Song-Texte schreiben, was zur Zeit den Großteil meiner Zeit beansprucht. Ich bin fleißig am Eigenmusik vorbereiten und weil man ja jetzt Freundschaften mit technisch versierten Leuten hat, wird da vielleicht sogar eine ganze, kleine Aufnahme draus. Das wär wahnsinnig toll, denn endlich hätte sich all das vergossene Herzblut dann für was gelohnt, wenn doch die Wörter noch sich richtig einreihen würden. Dann muss ich nurnoch entdeckt werden und ich kann das Studium vergessen und werde stattdessen berühmt. So wie Clueso oder Bosse oder John Mayer, die immer mit Band touren, aber immernoch ihr eigenes Ding dabei machen. Pierre Ibe wäre auch irgendwie der passende vierte Name in dieser Kette. Vielleicht würde ich mir dann auch einen geilen Künstlernamen zulegen, aber bei einer Schreibblockade, da fällt mir ja sowas erstrecht nicht ein. Nur das Schrammeln auf der Gitarre geht noch gut von der Hand, so dass ich mittlerweile ein ganz nettes Repertoir an Songideen habe. Das ist dann auch alles gleich Beschäftigung, sollte es mit dem Welterfolg doch nicht bis Oktober klappen. Dann werden vielleicht kleine Clubs gestürmt oder doch nur das Internet, aber wenigstens eins von beiden...

Pierre

Montag, 13. Dezember 2010

Orientierung...


Ein Gespräch reicht aus und nichts ist mehr wie es war. Habe ich unwissendlich alles was hinter mir an Begegnungen lag in den Abgrund gestoßen? Die Antwort ist vielleicht und das erschreckt mich doch irgendwo. Da wurde aus einer Abneigung gegen die hiesige Diskothekenszene und das neugeweckte Interesse an all den Leuten, die man auf dem neuen Teil der Reise kennengelernt hat vielleicht das Abstoßen der geliebten Freunde, die einen scheinbar nurnoch als wage Erinnerung wahrnehmen. Schade, denn das war sicherlich nicht meine Intention und es stimmt mich doch wahnsinnig traurig. Einmal, weil es nach all den vergossenen Tränen noch vor wenigen Monaten schade wäre, wenn der, der damals den Optimismus noch für sich gepachtet hat am Ende selbst Unrecht behielt und zweitens, weil es scheinbar ein Tabu ist Abstand zu nehmen. Klingt natürlich erstmal wieder, wie das Schieben der Schuld auf Andere, aber ich war ehrlich froh neue Leute zu treffen und denen meine Zeit zu schenken. Leider endete das, zusammen mit meinem kontinuierlichen Desintresse für alkoholinvolvierende Abendaktivitäten, in Segregation von Freunden, die ich eigentlich meinen Lebtag nicht missen wollte. Ist das alles übertriebenes Selbstmitleid ausgelöst durch irgendeine abgefahrene Störung, die mich schnell in den melodramatischsten Weisen überreagieren lässt? Vermutlich, aber erstens habe ich dann noch einen Anreiz mehr Psychologie zu studieren und zweitens entstehen dann immer die besten Schriftstücke...

Pierre

Freitag, 10. Dezember 2010

Seminar und so...


Zurück in der Heimat, nach vier Tagen politischer Bildung in Bad Oeyenhausen, ist man doch ziemlich ausgelaugt, so dass ich den Großteil des Tages in meinem Bett verbracht habe. Aber ich muss sagen, ich hatte mir alles viel schlimmer vorgestellt. Die mir prophezeiten "Spasten" stellten sich als wirklich nette Leute raus, mit denen auch gerne sechs Stunden am Stück Tischtennis spielen kann und auch die Zivildienstschule war nicht annähernd so kasernenhaft wie befürchtet. Sogar der eigentlich Unterricht zu Politik und Kunst war wirklich stellenweise interessant und weniger stumpfes Zuhören und mehr hitziges Diskutieren über Kultur, Medien und sonst so Zeug. Wie gesagt, ich war wirklich sehr sehr positiv überrascht und hab den Ausflug tatsächlich genossen. Interessant wars halt auch einfach mal so einen Querschnitt der eigene Generation zu bekommen, der mehr zeigt als nur die unbescholtene Dorfjugend, denn vom Reich-Ranicki für Arme über den sanften und dümmlichen Riesen bis zum lispelnden, bibeltreuen Christen war wirklich alles dabei. Das freut den Psychologen in Spe und den generell verhaltensvoyeuristisch angelegten Menschen, wie ich es einer bin und sorgt für nettes Entertainment am Rande. Irgendwie will ich garnicht mehr arbeiten gehen, dass ist so anstregend und da war der Dienst so chillig, aber was solls...

Pierre

Montag, 6. Dezember 2010

Santas Little Helper


Sonntag Nacht, es ist um eins und ich bin gerade frisch daheim. Dabei war partytechnisch nichts los, ich wäre sowieso nicht interessiert gewesen und morgen ist doch ein ganz normaler Arbeitstag. Nun, nicht für mich, denn ich feier morgen Überstunden ab und heute war ich, im Sinne des guten Zwecks und für viel gutes Karma, unterwegs und habe Nikolaus gespielt. Denn nachdem ich ja jetzt volle Möhre DRK Mitglied bin will ich auch ein bisschen DRK Action und hab mich zusammen mit Markus, der übrigens ein schweine cooler Typ ist und ich glaube Rettungsassisten werden will, in Rettungsdienstklamotten geworfen und Schokoweihnachtsmänner in Warendorf und Umgebung verteilt. Das ist alleine aus dem Grund schon verflucht lässig, weil der Rettungsdienst schön warme und gemütliche Jacken und Hosen hat und ich wohl nie wieder in den Genuss komme sowas anzuziehen, aber dann ist Markus auch einfach ein wahnsinnig cooler Typ, mit dem zwei Stunden Fahrt durch die Pampa sehr amüsant sind. Achja, wer sich übrigends fragt, warum wir sowas machen: Das war alles Teil einer Spendensammlung fürs Frauenhaus, mit Nikolausverschenkung an Freunde und Verwandte und natürlich sind nicht nur wir beide, sondern auch noch ein paar andere Leute durch die Gegend gegurkt. Sicherlich eine schöne Beschäftigung für sonntägliche Nächte und freuen tun sich morgen auch noch einige Leute, was will man mehr?

Pierre

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Nur Spasten...


Immer dieser Winter. Es ist bitter kalt, vorallem morgens, mein Auto ist dauernd zugeschneit und teilweise zugefroren und die Straßen sind fürchterlich glatt. Es ist einfach ätzend und macht die Qualen, die beim morgentlichen Aufstehen entstehen, nur noch schlimmer. Wenigstens ist nächste Woche Ruhe. Dann geht es auf zu einer bekloppten Seminartour, die erstens Steuergelder verschlingt und zweitens vermutlich fürchterlich langweilig wird. Die Aussicht, dass dann nach Aussage meiner Zivikollegen auf diesen Seminaren "nur Spasten" rumlaufen, macht die ganze Sache nicht besser. Kann ich nicht einfach in Ruhe arbeiten? Damit habe ich mich doch mittlerweile abgefunden, warum also nach Bad Oeynhausen gurken? Aber es ist bestimmt nicht verkehrt, dem Wahnsinn des Krankenhausalltags einmal zu entkommen, auch wenn das mit weitere Folter für die werten Zivildienstleistenden verbunden ist. Aber dann habe ich den Blödsinn ja auch hinter mir, bin politisch wahnsinnig weitergebildet und noch irgendwas drittes Tolles, was mir jetzt aber noch nicht einfallen mag. Es ist halt spät und ich komm sowieso nicht mehr mit in Sachen Denken, das muss ich erstmal wieder üben...

Pierre