Samstag, 27. November 2010

So ein schöner Tag,,,

Die Welt ist doch irgendwo gerecht. Ich musste heute nicht arbeiten, ich habe als Gegenleistung Spendengeld für das Frauenhaus gesammelt, mit Kindern gespielt und jetzt, obwohl ich den Abend nicht genutzt habe um irgendwelche verrückten Abenteuer zu unternehmen, muss ich sagen, dass heute einer der besten Samstage dieses Jahres war, ganz ohne Schönrederei. Jetzt entspannen, mit der neuen Musikhöranlage oder iPod Dockingsation, wie der Fachmann sagt, die zwar nicht so prickelnd klingt, aber dafür sehr preiswert war. Eigentlich müsste ich mal wieder raus, auch nach um acht, aber das Abendprogramm reizt mich einfach nicht wirklich. Ich brauche in letzter Zeit einfach zu viel Ruhe, denn es schwirrt mir bunt im Schädel und da ist man einfach nicht in der angemessenen Stimmung für ein schillerndes Nachtleben. Lieber die Playstation angeworfen und einen Film eingelegt oder sich durch drei bis zehn Alben hören. Alleine ist sowas natürlich nicht ganz so toll, aber was will man machen, allen anderen scheint das Wort Action ja in den Verstand gebrannt zu sein. Aber noch ist längst nichts verloren, ich bin noch voll hinter dem was ich tue und das ist die Hauptsache.

Pierre

Montag, 22. November 2010

Geld, Geld, Geld...


Ein Wochenende geht dahin und auch der erste Arbeitstag dieser Woche liegt hinter mir. Spitzmäßig, denn ich nähere mich dem Zahltag, der sich vermutlich Freitag datieren wird und dann gibt es normales Geld und Weihnachtsgeld. Gerade genug um mich, wie mit jeglichem Gehalt vorher, mit mehr Gitarrenschnick-schnack einzudecken und zusätzlich den Kleiderschrank ein wenig aufzustocken. Auch wenn ich langsam anfangen sollte für die zukünftige Studentenzeit, in der man, wie es sich für diese Gesellschaftsschicht gehört, natürlich immer wahnsinnig knapp bei Kasse ist. Für jemanden, der eine solch prall gefüllte Geldbörse aber nicht gewohnt ist, ist es tatsächlich nicht so leicht, alles beisammen zu halten, einfach weil all die schönen Sachen, die man sich nie leisten konnte, jetzt leisten kann. Eigentlich ein guter Grund doch eine Ausbildung zu machen und direkt ins Geld zu gehen, aber ich rechne einfach damit, dass ich nach meinem Psychologiestudium erstens mehr Geld verdiene und zweitens mehr Spaß daran hab später als abgedrehte Psychotyp zu arbeiten, sei es als Therapeut oder verrückter Professor oder in der Wirtschaft. Außerdem hab ich da dann schon eine Sekretärin, die ich anheuern kann. Nur noch vier Monate Ziviknast und dann noch genau so viele warten und dann irgendwann, dann gehts los...

Pierre

Donnerstag, 18. November 2010

Monotonie


Irgendwie würde ich ja immer gerne was schreiben, aber ich weiss dann auch nie was. Aber weil ja der Rest meiner treuen Fangemeinde mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass sie noch existent ist, will man dieses Stück Internet nicht verrotten lassen. Es ist einfach wahnsinnig ärgerlich, dass sich Zivildienst so endlos langweilig gestaltet. Man findet sich dann damit ab, dass alles so endlos langweilig ist und freut sich über den Besuch der ein oder anderen Praktikantin von denen die meisten gerne fünf Minuten nutzen, um sich vor ihrer Arbeit zu drücken und mich von meiner abzuhalten. Wäre es nicht das liebe, liebe Geld, was sich am Ende jeden Monats auf meinem Konto einfindet, hätte der Wahnsinn mein armes Hirn sowieso schon längst aufgefressen. Freitagabende sind meist verschwendet, weil Samstag das Krankenhaus ruft und vor Alter von Sturrheit zerfressene Menschen, sind sobald man ihnen mal nicht zustimmt direkt in Rage und wissen sich nicht zu beherrschen. Irgendwie wird das aber trotzdem klappen, denn lange ist es ja nicht mehr. Wenigstens habe ich wieder eine Band deswegen, auch wenn wir noch nicht einmal geprobt haben...

Schon wieder sone Truppe
Pierre

Sonntag, 14. November 2010

Street Spirit


So geht ein endlich wieder mit Leben gefüllter Abend zur Neige. Ein Abend von Drama auf dem Minimum und absolutem Amüsement über außergewöhnliche Tanzstile, brüderliche Bekanntenkreise und Menschen unter starkem Alkoholeinfluss. Klingt doch ganz ordentlich, denn selten zauberten Metaphern eines Autounfalls so häufig ein breites Grinsen in mein Gesicht und eben so selten war ich so lange als Abstinenter so gut unterhalten. Ein Kampf durch den drückenden Regen und die finstere Nacht wäre mit allen anderen Transportmitteln unmöglich gewesen, denn wie in biblischen Ausmaßen prasselte es auf Mensch und Fahrzeug, dass selbst die Sicht auf die Straße auf die Probe gestellt wurde. In den Ohren diesmal, wie schon den Rest der Woche Thom Yorke und Band, mit ein paar ruhigen Stücken, die gerade der Heimfahrt einen gewissen Hauch von Epos verliehen. Wünschenswert bleibt nur, dass der Trend hin zur Ausgehpflicht weiter besteht, denn einen solchen Abend genießt man mehr, als das schnöde Hocken vor dem heimischen Flimmerkasten...

Pierre

Mittwoch, 10. November 2010

There There...


"Ich kann nichts essen", ein Satz den man wirklich selten aus meinem Munde hört, aber die letzten Tage ist mir der Appetit gänzlich vergangen. Ich glaube ich werde krank. Ausgelaugt, durchgangsmüde aber schlaflos und besagte Appetitlosigkeit, dass sind irgendwie keine guten Zeichen. Dann mag mein neuer Gitarrenverstärker nicht kommen und meine Gitarre schon garnicht und auch sonst läuft alles scheisse, also kommt zu krank sein auch noch schlechte Laune. Das einzig gute. Ich mag jetzt Radiohead heiß und innig und wie Kele Okereke von Bloc Party einst sagte, können sich Radiohead über garnichts freuen, bieten also die perfekte musikalische Untermalung für diese Tage des schlechten Wetters und des anzweifelns meiner Karmapolitik. Zwar sammel ich ohne Ende gutes Karma, aber wirklich ausgezahlt hat sich das noch nicht. Vielleicht sollte ich mal zum Karmafinanzberater gehen. So ein Voodootyp, der mir ein wenig Hexerei verschreibt und dann gehts wieder. Besser als die ganze Zeit den Wurm drin zu haben und sicherlich mit einem gewaltigen Unterhaltungswert verbunden. Vielleicht wird morgen ja schon wieder alles erste Sahne, nur die Hoffnung nicht aufgeben...

Pierre

Sonntag, 7. November 2010

Mein Herz in Bielefeld...


Madsen war mal wieder klasse, um mit dem Fazit anzufangen. Gestern in Bielefeld im Ringlokschuppen sehr schön zum angucken und springen und was man sonst so bei Konzerten macht. Leider auch mal wieder ein gutes Beispiel für die Ellenbogengesellschaft im warsten Sinne, so musste ich zum Beispiel mit ansehen, wie einem armen Mädchen von einem in Rage geratenem sehr stämmigen Typen der Ellenbogen direkt ins Gesicht gestoßen wurde. Jener Typ, den der weniger politisch Korrekte als schlicht und ergreifend fett bezeichnen würde, hat dies aber nich zum Anlass genommen weniger wild zu pogen, sonder rammte sich auch noch in meinen Hinterkopf, was mich und meinen Hüpfnachbarn dazu veranlasste, diese fette Sau, so brutal es geht nach hinten zu schubsen, was erstaunlich gut geklappt hat. Außerhalb dieses Intermezzos, war es aber ein gutes alten Rockkonzert, mit einem neuen Gitarristen, der aussieht wie Wolf aus der GameOne Redaktion und offensichtlich Metaller ist, denn zumindest im Headbangen war er auf der Bühne Nummer eins. Aber auch der Rest ging gut ab, genau wie das Publikum, dass sich wesentlich klatsch- und bewegungsfreudiger zeigte, als Tage zuvor bei Wir Sind Helden. Es bleibt also zu vermerken, Madsen sind immernoch ihr Geld wert und ich habe Halsschmerzen vom vielen Schreien...

Pierre

Dienstag, 2. November 2010

Guten Tag


Da war doch noch was oder? Genau! Frau Judith Holofernes, hier rechts im Bild und Kapelle gastierten in dem von mir heiß geliebten Ringlokschuppen für Musike aus alten Zeiten und vom neuen Album und viel Lachen und Tanzen. Tatsächlich meine ich hier Tanzen. Dieses unkontrollierte Zucken des Körpers, was diverse Hip-Hop Künstlerinnen zum permanenten Herauspressen der sekundären Geschlechtsorgane gemacht haben und das für ästhetisch ansprechend halten, war tatsächlich ein beachtlicher Bestandteil des Abends. Angezettelt von Hippiemutter Holofernes, in einem sehr bezaubernden Dress, schwung der Großteil des Saals, vielleiht nicht so passioniert wie das Bühnenpersonal, aber immernoch sehr enthusiastisch die Hüften zu den fröhlichen und lockeren Stücken der Helden und sang ganz andächtig bei den Melancholieparts mit und natürlich auch beim großen Superhit von anno dazumal, Denkmal. Überhaupt war die Stimmung sehr ausgelassen, was wohl auch an Einheizer Herrenmagazin lag, die mit einem Charme irgendwo zwischen den Ärzten und Tomte glänzen konnten. Das war tatsächlich einer dieser Konzertabend, die nie hätten Enden dürfen, auch wenn man mit einem flauschigen Gefühl in der Magengegend die Heimfahrt angetreten ist. Unter Strich bleibt also hängen, Wir Sind Helden sind erwachsener geworden, aber keines Falls schlechter und man kann immernoch den ein oder anderen Witz machen über Herren, deren Figur von einem Thekenspiegel nicht umschmeichelt wird.

Es war alles schön und gut...