
Was man nicht alles für ein Lexikon verlangen kann. Der neue digitale Brockhaus in der Super-Deluxe-Ultra Edition für knappe 6000 Euro. Ja das sind drei Nullen. Für eine simple Datensammlung, für die das Bertelsmannunternehmen bereits endlos viel Kohle in den gebundenen Ausgaben kassiert hat, halte ich das doch etwas übertrieben. Natürlich hat man jeden Schnick-Schnack und es ist das wohl annerkannteste Nachschlagewerk Deutschlands, aber was der nette Vertreter, der mich wohl für ein Supergenie und die Software für den heiligen Gral hielt, scheinbar nicht weiss ist, dass jede Universität auch eine Bibliothek hat, in der die annerkannten Werke, die Brockhaus zusammenfasst, in ihre ganzen Fülle stehen. Außerdem gibt es immernoch das Internet, aus dem man zwar nicht zitieren darf, was aber immernoch eine wertvolle Quelle im Kampf um Verständnis ist. Für einen vernünftigen Preis, der irgendwo bei 400 Euro liegen sollte, hätte ich zugeschlagen, aber für das verlangte Geld kann ich mir ein Auto kaufen. Außerdem werde ich, egal was ich studiere und wie lange, wohl nur mit einem Bruchteil des Lexikons arbeiten. Da wäre mir eine abgespeckte Variante lieber, zu bestimmten Themengebieten. Vielleicht sollte ich mal bei Bertelsmann arbeiten, dann verkauft sich der Brockhaus nicht nur an die Superreichen oder die, die ihre Möglichkeiten nicht einzuschätzen vermögen....
Pierre
Pierre

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