
Was gestern nicht so richtig funktioniert hat, darüber schreibe ich heute. Es war ein langer Weg nach Hause, das kann man sagen, denn ich hatte einfach Lust zu fahren. Mit einem kleinen Umweg hat es angefangen und ein ziemlich großer Umweg ist daraus geworden. Nächtliches Autofahren war zwar schon immer klasse, aber diesmal musste ich einfach weiterfahren. Die Tocotronischen liefen im Plattenspieler und mit der Mischung aus Dunkelheit und leichtem Regen hatte das Ganze seine eigene Magie. Ein wenig bedenken kamen mir, als ich sah wie sich die Tanknadel langsam absenkte und wie ich das Geld auf die Straße puste, dann aber kam ein wunderschönes Stück Landstraße und ein wunderschönes Stück Musik und alles war vergessen. So ganz allein, Kilometer für Kilometer an einem vorbeirauschend, da denkt es sich einfach besser nach, da kann man einfach besser Musik hören und da will man auch einfach nicht aufhören weiterzumachen. Ich kann das Gefühl nicht wirklich beschreiben, aber es ist ein Gefühl tiefster Befriedigung bei jeder Landmarke, die man streift. Man denkt an betrunkene Heimfahrten, an Aufenthalte, die am Ende eines beschwerlichen Weges auf einen gewartet haben und man denkt auch ein bisschen daran, was einen in der Zukunft erwartet.Bei einem bin ich mir aber sicher. Es wird sicherlich nicht die letzte Nachtfahrt gewesen sein und ich werde dann auch immer wieder schreiben können...
Pierre

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