
Auf der anderen Seite sieht glaube ich selten alles so rosig aus, wie betrachtet aus den eigenen Augen. Traurig irgendwie, denn ich glaube manchmal ist man sich über Wege die man gegangen ist erst im Klaren wenn man auf sie zurück schaut. Es macht mir zumindest eine tierische Angst, was sich hinter den vielen Vorhängen verbirgt, die uns wundervolle Aussichten versprechen. Vielleicht ist ein Psychologiestudium längst nicht so interessant wie man es sich vorstellt, sondern tatsächlich nur ein leerer Haufen Zahlen oder, was ich viel beunruhigender finde, vielleicht findet man sich an einer Stelle, wo man durch das Studium mehr über sich selbst gelernt hat, als man eigentlich wissen wollte. Könnte alles, was jetzt noch unbekannt und fantastisch erscheint, bloß eine Stolperfalle in Depression und Verzweiflung sein? Komplett aus der Luft gegriffen scheint es mir nicht, denn so viele sind an ihrer Zukunft schon zerschollen, weil sie jegliche Perspektive verloren haben. Andere schaffen den Sprung über die Kluft und leben ein Leben im Alltagstrott, dass sie nach und nach innerlich auffrisst. Alles Fälle für einen guten Therapeut. Zu hoffen ist nur, dass ich nicht auf der Couch liege, sondern Platz im Sessel daneben nehme. Erst jetzt, wo die Sicherheit des Zivildienstes langsam in die Ferne rückt stelle ich fest wie massiv die Entscheidungen der kommenden Monate sein werden. Mehr als hoffen das Richtige zu tun kann ich glaube ich nicht, aber darin bin ich definitiv ganz gut und wenn alle Stricke reißen verschreibe ich mich einfach irgendeiner brotlosen Kunst und gehe unter als verkanntes Genie. Eine ganz interessante Perspektive....
Pierre

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