Sonntag, 27. März 2011

Training...

Nach einer mehr oder weniger unglücklichen Krankschreibung sind es jetzt noch genau vier Tage, wovon morgen der Erste ist. Der Countdown läuft und ich erwarte sein Ende, trotz der vorhergegangenen Melancholie und Tragik, sehnlichst. Drei Tage um den Kopf frei zu bekommen reichen für mich um mir sicher zu sein, dass nach neun Monaten endlich Schluss sein muss. Halbzeitiges Jobben mag ja noch in Ordnung sein, aber richtig zu arbeiten, nein dass muss an einem solchen Ort wirklich nicht sein. Es hat mich wirklich einiges gekostet, vorallem die Fähigkeit mich konzentrieren zu können. Wenn man aus einer Umgebung wieder der Schule, wo der Verstand gefordert wird, in eine intellektuelle Wüste gestoßen wird, da verdursten halt schonmal die ein oder anderen Hirnzellen, dass glaube ich zumindest. Schreiben fällt mir schwerer, Lesen fällt mir schwerer und vorallem habe ich dazu auch irgendwie keine Lust mehr. Die Freuden des sich Weiterbildens sind irgendwie verloren gegangen. Aber mit wenigstens einem Monat im Offenen, sehe ich großes Potenzial meinen doch noch lernwilligen Schädel wieder auf ein angemessenes Level zu heben. Dann wird das auch sicherlich was mit dem Studium...

Pierre

Mittwoch, 23. März 2011

Final Countdown


Man vermisst es ja jetzt schon ein bisschen, dieses Krankenhaus. Weniger wegen der monotonen Maloche noch wegen der schlechten Bezahlung und schon garnicht weil es ja so ein schönes Gebäude ist, aber die ganz Leute die man, vorallem in Anbetracht das anstehenden Umzugs, wohl nicht mehr wieder sehen wird, liegen einem nach jetzt fast acht Monaten im Dienst sehr am Herzen. Sicherlich nicht alle, aber ein für meine Verhältnisse überraschend großer Teil. Das bedeutet jetzt ganz dringend ganz viele ICQ Nummern sammeln oder, wie ich es lieber mache, weil es für mich mit weniger Arbeit verbunden ist, meine ICQ Nummer verteilen an jeden der gerne möchte. Vielleicht bin ich ja noch eine Weile Jobber im JoHo, wie die coolen Leute das Josephs-Hospital nennen, aber das steht, wie ich dann heute erfahren durfte alles andere als fest und lässt mich tendenziell schonmal die örtlichen Supermärkte für einen Job als Regaleinräumer abklappern. Mal schauen, was die letzten sechs Arbeitstage noch so bringen. Für mich sehr positiv, ich kann trotz viel Stress und verlorener Nerven und vorallem obwohl ich ursprünglich garnicht wollte, von einer sehr schönen Zeit sprechen, die ich, da bin ich mir ziemlich sicher, gegen nichts eintauschen möchte. Spitzen Nummer!

247407238
Pierre

Samstag, 19. März 2011

Das Runde...


Nach und nach freunde ich mich immer mehr mit dem guten alten Fußball an. Sonst zu ungeduldig neunzig Minuten lang ein ganzes Spiel zu verfolgen, guck ich jetzt Dank des Internets und völlig legal die spanische Liga. Eigentlich nur die Spiele von Barcelona und Madrid, aber immerhin für mich ist das eine ganze Menge. Dazu dann noch ein bisschen Champions League und ich bin quasi schon Fußballexperte. Wahrscheinlich ist das nur so eine Trenderscheinung, wie DSDS oder die 80er. Aber gerade wenn Christiano Ronaldo oder Lionel Messi mal wieder abgehen wie ein Zäpfchen, dann bin ich, gerade als motorisch, sportliches Nulltalent sehr beeindruckt. Bei solchen Spielern hat man dann auch immer den Garant das der FußballGAU nicht eintritt. Ein torarmes und stinklangweiliges Spiel. Aber bei Ergebnissen mit mindestens zwei Toren und einer Menge guter Chancen kann man sich ja nicht beschweren. Die Frage natürlich, ob da vielleicht ein bisschen Begeisterung für echte körperliche Betätigung entsteht, aber ich denke ich werde doch weiter nur zuschauen, denn jetzt werd ich sicher nicht mehr mit dem Sport anfangen, dafür bin ich zu alt und noch nicht fett genug...

Pierre

Montag, 14. März 2011

Perspektive...


Auf der anderen Seite sieht glaube ich selten alles so rosig aus, wie betrachtet aus den eigenen Augen. Traurig irgendwie, denn ich glaube manchmal ist man sich über Wege die man gegangen ist erst im Klaren wenn man auf sie zurück schaut. Es macht mir zumindest eine tierische Angst, was sich hinter den vielen Vorhängen verbirgt, die uns wundervolle Aussichten versprechen. Vielleicht ist ein Psychologiestudium längst nicht so interessant wie man es sich vorstellt, sondern tatsächlich nur ein leerer Haufen Zahlen oder, was ich viel beunruhigender finde, vielleicht findet man sich an einer Stelle, wo man durch das Studium mehr über sich selbst gelernt hat, als man eigentlich wissen wollte. Könnte alles, was jetzt noch unbekannt und fantastisch erscheint, bloß eine Stolperfalle in Depression und Verzweiflung sein? Komplett aus der Luft gegriffen scheint es mir nicht, denn so viele sind an ihrer Zukunft schon zerschollen, weil sie jegliche Perspektive verloren haben. Andere schaffen den Sprung über die Kluft und leben ein Leben im Alltagstrott, dass sie nach und nach innerlich auffrisst. Alles Fälle für einen guten Therapeut. Zu hoffen ist nur, dass ich nicht auf der Couch liege, sondern Platz im Sessel daneben nehme. Erst jetzt, wo die Sicherheit des Zivildienstes langsam in die Ferne rückt stelle ich fest wie massiv die Entscheidungen der kommenden Monate sein werden. Mehr als hoffen das Richtige zu tun kann ich glaube ich nicht, aber darin bin ich definitiv ganz gut und wenn alle Stricke reißen verschreibe ich mich einfach irgendeiner brotlosen Kunst und gehe unter als verkanntes Genie. Eine ganz interessante Perspektive....

Pierre

Samstag, 12. März 2011

Stuck...

So leicht gibt man sich der Sünde hin. Diverse Radioheadplatten rauf und runter gehört, ein freier Tag, ein vollgetanktes Auto und schon geht es ab auf musikalische Einkaufstour. Dabei war der Vorsatz Geld zu sparen doch so nobel. Vielleicht ist ja irgendwann Schluss, wenn man sich auch die Metallkisten, die man schon immer wollte, geleistet hat und man im Gegenzug auch das ein oder andere eingestaubte Objekt aussortiert und weiterkauft. Ebay ist wirklich eine tolle Erfindung. So leicht entledigt man sich allen nutzlosen Krams und kassiert dabei noch Geld ohne wie bei einem Flohmarkt schlechtere Witterung und schreckliche Menschen ertragen zu müssen. Aber trotz allen neuen Musikgeräts fühle ich mich mal wieder fürchterlich uninspiriert. Sei es zu komponieren oder zu schreiben oder irgendwas anderes an kreativer Arbeit zu leisten, mein Hirn springt einfach nicht an und jedes bisschen Produkt missfällt mir nach wenigen Sekunden wieder. Es fehlt der kreative Funke, der simples Üben am Gitarrenhals zum Prozess des Schaffens macht und es wurmt mich ganz gewaltig. Schon wie auf der Arbeit bin ich jetzt gefangen in den gleichen Muster und Melodien. Es ist ein reiner Alptraum, der mir mehr zu schaffen macht als so manche zwischenmenschlichen Interferenzen. Ich hoffe ich kann es einfach wegpennen, wie eine Grippe und das Hirn mal wieder entrümpeln...

Pierre

Dienstag, 8. März 2011

Einfach kaufen...


Mittlerweile hätte ich schon einfach ein schlechtes Gewissen Geld auszugeben. Ansich eine gute Sache, denn das hält die Scheine schön zusammen und garantiert, dass man im September/Oktober eine Wohnung einrichten kann. Gleichzeitig will man dann aber, besonders bei der Aussicht auf weiteres Jobben bis dahin noch so viel abgefahrenes Zeugs kaufen. Klamotten, Multimediageräte, Gitarreequipment und mein neues Objekt der Begierde eine Plektrumkette. Einmal um den Musikerstyle noch weiter zu perfektionieren mit weiteren Klischeeobjekten, aber auch weil ich es schön fände immer ein Plektrum dabei zu haben und das auch noch mit Gravur. So ein bisschen Schmuck ist doch eigentlich nie verkehrt, vorallem weil ich ja normalerweise auch garnichts dergleichen trage. Die einzige Sorge und quasi der zweite Gedanke nach "DAS MUSS ICH HABEN" war halt dann nur "Oh Gott, die verlierst du sofort" und es wäre tatsächlich sehr tragisch, denn ganz billig sind die Teile, zumindest wenn sie aus Metall, am liebsten ein preiswertes Silber, sein sollen, wirklich nicht. Gott ich bin im Kaufrausch und kann mich nicht konzentieren. Einfach mal abwarten wie es in zwei Monaten mit Arbeit aussieht...

Pierre

Mittwoch, 2. März 2011

Keinen Bock mehr!

Ein Tag endet, der nicht in die Geschichte des Underachievement eingeht, einfach weil die ganzen Underachiever zu faul sind eine ausführliche Chronik ihrer Zunft führen, es aber durchaus verdient hätte. Kaum ist man nach längerer Freizeit wieder arbeiten und schon fühl ich mich erschlagen und zu fertig um irgendetwas anderes zu tun, als das Kissen in die Hand zu nehmen und unter meinem Kopf zu platzieren. Es bringt definitiv eine gewisse Befriedigung mit sich den Tag einfach verstreichen zu lassen und die Leistungsgesellschaft und den selbstauferlegten Leistungsdruck zu ignorieren und einfach mal was für den Schädel zu tun, indem man ihm eine längere Atempause beschert. Solche tiefsinnigen und poetischen Betrachtungen kommen natürlich erst in der Retrospektive, denn im konkreten Fall kommen einem eher Gedanken wie "Ich habe einfach keinen Bock mehr" in den Sinn. Die ganze Rebellion gegen die Gesellschaft und alle ihre Werte schwimmt aber natürlich sehr massiv im Subtext mit. Aber weil ich jetzt auch nach einigen textlichen Verrenkungen "keinen Bock mehr" auf das Niederschreiben weitere Interpretationen des Faullenzens habe, lasse ich mich jetzt doch lieber von Judith Holofernes und Kapelle beschallen und grüße dann mein Kissen zum zweiten mal heute...

Pierre

Dienstag, 1. März 2011

Just 'cause you feel it...


Sollte ich mich doch wieder als das herausstellen, in dem ich irgendwie immer der Beste war. Sachen einfach frontal gegen die Wand zu fahren. Ich bekomme immer mehr und mehr den Eindruck, dass ich so gut mit Dexter und Dr. House klar komme, weil ich selber irgendwie genau so bin. Nein, ich bin kein Supergenie, aber irgendwo komme ich mit anderen Menschen auch nicht klar. Jemand, der in Schramme am Arm eine Historie von Gewaltverbrechen interpretieren könnte, verpasst, so kommt es mir jedenfalls vor, den Wink mit dem Zaunpfahl. Es wirkt dann auch verwunderlich, dass so jemand Psychologie studieren will, aber dieses mir immer wieder Rätsel entgegenwerfend Ungetüm Mensch, will von mir einfach besser verstanden werden. Ich bin wirklich fürchterlich verunsichert und ein Kontrollfanatiker wie ich kann das garnicht haben. Vielleicht ist es auch nur wieder Hysterie in die ich mich selbst versetze, aber ich bin mir nicht sicher und mit so einem Gefühl gehe ich ungern in einen neuen Tag...

...doesn't mean it's there....
Pierre