Seltsame Erwartungen, die manche Leute haben. Als verkannter Autor in französischen Cafés Inspirationen sammeln und wahnsinnig intellektuelle Schwarten raushauen. Eine sicherlich verführerische Vorstellung, weil Schriftsteller ein tatsächlich sehr angenehmer Beruf sein kann, wenn man denn gut schreiben kann. Ein ganz eigener Arbeitsrhythmus und ein selbstständig und allein geschaffenes Werk, was andere Leute dann, wenn mans denn richtig anstellt, total super finden und gerne lesen. Quasi wie Musiker, ein weiterer Traumberuf, nur mit Buchstaben statt Noten. Das Künstlerdasein wäre sicherlich ein angenehmes. Am liebsten wie in den wildesten Klischees auf irgendwelchen Psychodrogen, die dich mit dem rosa Tiger tanzen lassen, zu esoterische Musik, die für den Kuss der Muse natürlich extrem wichtig ist, den nächsten Faust schreiben oder das nächste Stairway To Heaven komponieren. Das ganze natürlich in einer Wohnung irgendwo in der Großstadt irgendwo im Hochhaus, komplett mit Räucherstäbchen zugequalmt, so dass sich die Mitmieter schon beschweren und mit einem Bett und eine Haufen mit Manuskripten als Einrichtung und das auf 200m², denn es ist ja klar, den ganzen Platz brauchen nicht etwa Möbel sondern die ganzen Feelings, die mir die Großstadtvibes reinknallen müssen sich in den Sphären meiner Halle des Schaffens ausbreiten. Oh ich bin da jetzt schon voll drin. Dann gäbe es beim Abinachtreffen sicherlich einiges zu bequatschen...
Pierre

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