Wer bin ich und wenn ja wie viele? Ja die Frage haben sich manche vielleicht schon gestellt, ich mir auch, aber irgendwie scheint es heute besonders gewesen zu sein. Nachdem man länger darüber gesprochen hat, scheine ich doch wie ein authoritätsuntergrabendes Arschloch rüber zu kommen, dass aus jedem verzweifelten Lehrergesicht seine pure Freude zieht. Irgendwie stimmt das auch, denn ich halte meine Klappe in der Regel selten wenn mir was nicht passt. Aber ist das so verwerflich und muss ich einen Lehrer nur weil er mich bewertet mit Samthandschuhe anfassen? Beispiel Chemie (auch Auslöser der Diskussion): Ich bin mit dem Unterricht extrem unzufrieden und ebenso mit der Tatsache, dass unser Leistungskurs Wochen hinter dem Grundkurs hinkt und wollte mich eigentlich heute beschweren, im Unterricht. Nun gabs aber Klausuren wieder, die Hausaufgabe wurde nicht besprochen und es gab sich somit keine wirkliche Gelegenheit. Also verschoben auf nächste Stunde. Es ist doch wohl gerechtfertigt so etwas mitten im Unterricht anzusprechen. Nicht nur weil alleine gegen einen Lehrer in sonem Gespräch immer doof kommt auch, weil jeder direkt was zum Thema beitragen kann. Wenn meine doch nennen wir es feurige Zunge dann etwas schärfer zu agieren beginnt ist das doch nur gerechtfertigt. Immerhin vertrete ich einen Standpunkt und mit meiner schärferen Vorgehensweise will ich das ja nur vertreten. Wenn ich sage beispielsweise sage, dass wir trotz mehr Wochenstunden hinter dem Grundkursliegen ist das doch eine simple Tatsache, wie sie nicht simpler vorgebracht werden kann. Da ist kein durch die Blume sagen nötig. Oder wenn in Philosophie mir das Thema einfach als nicht schlüssig oder völlig realitätsfern vorkommt, ist das nicht Grund genug das auch direkt zu sagen? Die meisten sagen nein, mit der Begründung, dass das nicht in Ordnung wäre die Meinung eines Lehrers in Frage zu stellen. Ich mache es, ich erhalte durchaus Zustimmung und werde trotzdem geächtet. Da fragt man sich echt, wozu das Ganze? Ich will mich ungern durch den Unterricht quälen und sage deshalb gerne was mir nicht passt. Wieso sollte ich ätzenden Unterricht hinnehmen? Ich gebe gerne zu, dass ich mir manchmal natürlich auch nen Spaß daraus mache einfach mal einen Lehrer zu verarschen, aber die Betonung liegt hier auf manchmal. Meinen Pädagogikleistungskurs hab ich nicht ohne Grund. Ich weiss das nicht ansprechender Unterricht dafür sorgt, dass Schüler abschalten oder dass, was sie gelernt haben binnen Minuten vergessen. Ich bin jemand der nicht gerne lernt und wünsche mir eigentlich, dass der Unterricht so schlüssig ist, dass ich alles behalte und nur geringer Lernaufwand nötig ist. Ist die Forderung denn nicht berechtigt? Zumal es einige Lehrer ja auch durchaus schaffen. Wer nicht bereit ist meine (und ich wiederhole hier) gern auch mal scharfe Kritik hinzunehmen ist für mich kein guter Lehrer. Mein Temperament könnte ich zügeln, wenn ich wollte, aber wozu? Wenn Lehrer mich abwürgen indiziert mir das eigentlich nur, dass ich wohl Recht habe. Denn ich würde die retorischen Fertigkeiten meine Lehrer mich in die Schranken zu weisen beim besten Willen nicht unterschätzen. Ich könnte noch ewig fortfahren, mich aufregen, mich fragen ob ichs lassen sollte, aber ich machs nicht. Aus dem simplen Grund, weil ich mir keine Gedanken machen will. Ich finde es gut sie wie es ist und wenn sich Leute davon gestört fühlen, sollen sie doch. Ich bezeichne das einfach als mangelnden Mut mal aufzustehen und zu sagen, was einem nicht passt. So ändert sich nämlich garnix!
Pierre
Montag, 8. Dezember 2008
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